Easy Rider

Schon wieder eine neue Baustelle im Kiez. Ein Unfall auf dem Ring. Einspurig. Stau ohne Ende. Die Uhr tickt, das Auto steht. Und die Gebührenuhr läuft – im Minutentakt. Denn Zeit ist Geld, erst recht, wenn man im Carsharing-Auto in Berlin sitzt. Dabei sollte das (für PKW-lose Großstädter) doch eigentlich ein guter Deal sein: flexibel und günstig von A nach B kommen. Aber gerade in Großstädten gehört das Verkehrschaos zum Alltag, hier herrscht ständig Rush Hour. Und genau diesem Dilemma nehmen sich die Gründer von MILES an – das erste Carsharing-Unternehmen, das tatsächlich gefahrene Kilometer abrechnet.

Entspannt durchs Großstadt-Chaos

Das Konzept des Berliner Start-ups: Zahl für deinen Trip, nicht für den Verkehr und für rote Ampeln! Wer ein „MILEScar“ mietet, fährt ohne Zeitdruck und weiß schon im Voraus, was eine Fahrt kostet. Abgerechnet wird nach Kilometern. Vom kleinen Cityshopper bis zur geräumigen Limousine für den Wochenendtrip bietet das Carsharing-Unternehmen flexible Lösungen für jede Alltagssituation. Wer Großes vorhat, schnappt sich einfach einen Transporter. Über die MILES App werden auf dem Smartphone alle freien PKWs und Bullis auf einer Karte angezeigt – Infos über Modell und Tankfüllung on top. Aktuell stehen in Berlin und in Hamburg bereits 150 Fahrzeuge zur Verfügung, die Flotte soll noch weiter aufgestockt werden.

Kein Plan? Kein Stress!

Egal wohin, egal wie lange – die Konditionen bleiben fair und transparent. Tarife wie „MILESquickie“ oder „MILESroadie“ müssen nicht vor Fahrtbeginn gebucht werden: Je nach Nutzung rutscht der Mieter automatisch in den geeigneten Tarif und bekommt am Ende der Fahrt den besten Preis berechnet. Das Ziel: Mobilität entspannter und unkomplizierter machen. Ein weiterer Vorteil ist das Free-Floating-System. Es ermöglicht, dass die Fahrzeugrückgabe nicht an einen festen Standort gebunden ist. Der „MILESrider“ entscheidet, wo der Ausflug beginnt und wo dieser endet. Gemietet und geparkt werden, können die Fahrzeuge überall auf freien öffentlichen Parkflächen innerhalb des Geschäftsgebietes – also in nahezu allen zentralen „Wohnkiezen der Partnerstädte".  Zum Flughafen geht´s außerdem ohne Extragebühren – mit dem „MILEScar“ kann der Urlaub entspannt beginnen.

Co-Founder und Geschäftsführer Timo Nührich war selbst 10 Jahre in der Automobilbranche tätig und ist bekennender „Heavy User“ der unterschiedlichsten Carsharing-Anbieter. „Ich habe mich schon immer für die alternativen Mobilitätsformen in der Großstadt interessiert." Mit ihrem neuartigen Konzept mischen die MILES Gründer den Carsharing-Markt nun ordentlich auf. Im Mai 2017 noch mit 25 Autos gestartet, wurde die Flotte bereits verzwölffacht. „Im Wettbewerb mit den ganz großen Anbietern ist es natürlich ein Kampf wie David gegen Goliath. Aber für mich liegt der große Reiz darin, zu zeigen, dass man auch mit einfachen Mitteln sehr effizient arbeiten und einen Service anbieten kann, der funktioniert.

Die Vision von einer besseren Stadt

„Your companion for a better life.” sind die Unternehmensphilosophie und die höhere Motivation des Start-ups. MILES will ein Mobilitätspartner sein, der das Leben in der Großstadt verbessert und die Lebensqualität erhöht. „Carsharing ist dabei ein Mittel zum Zweck", so Timo Nührich. Seine Vision ist es, den privaten Fahrzeugbesitz zu reduzieren und die Städte von einem Großteil der Autos zu befreien und ihnen wieder Platz zurückzugeben: „Platz für Wohnraum, für Spielflächen und Platz zum Leben. Denn man kann davon ausgesehen (– gemessen an der Fahrzeugnutzung –), dass ein Carsharing-Auto bis zu 20 private PKWs ersetzen kann.“

Grüner wird´s noch

Ein Fahrzeug aus der Flotte von MILES Mobility auf der Strasse

Als markenunabhängiges Start-up wählt MILES seine Partner gewissenhaft aus. Neben den wirtschaftlichen Konditionen zählen für das junge Unternehmen vor allem Effizienz, Einfachheit und technische Innovationen, die zum „Better urban life"-Konzept passen.

Das macht sich in erster Linie bei der Wahl der Fahrzeuge bemerkbar: „In Berlin fahren wir mit sparsamen Benzinmotoren. Wir wollen unsere Flotte so schnell wie möglich auch so grün wie möglich machen!"

Die Hamburger Fahrzeug-Flotte besteht bereits zu 100 Prozent aus Hybrid-Modellen. Für MILES ist es aufgrund der noch dürftigen Lade-Infrastruktur ein idealer Zwischenschritt vom Verbrenner zum Elektrofahrzeug.

 

Danken fürs Tanken

Das Auto nach der Tour zu betanken ist kein Muss! Außer, wenn der Füllstand unter die 5%-Marke sinkt. Dafür hat MILES mit TOTAL einen zuverlässigen Partner gewählt: Die Fahrer müssen sich um nichts kümmern, außer zur nächsten TOTAL Tankstelle zu fahren. Dann heißt es nur noch tanken und mit der Tankkarte bargeldos und einfach bezahlen. Durch strategische Tankkartenkooperationen mit Aral, AVIA und Westfalen, die ebenfalls die TOTAL Card akzeptieren, finden MILESrider jederzeit eine Tankstelle in ihrer Nähe. Steht der Tank bei Fahrtantritt bereits bei unter 25 Prozent, bekommt der Mieter fürs Tanken sogar Credits gutgeschrieben. Die Flottenmanager von MILES können über das Kundenportal TOTAL Cards Online alle Transkationen in Echtzeit verfolgen. Das erleichtert nicht nur die tagesgenaue Abrechnung, sondern auch die Kontrolle der Kraftstoffverbräuche aller eingesetzten Fahrzeuge.

Fahren und dabei Gutes tun

Im Juni 2018 wurde MILES Charity ins Leben gerufen: Für jeden gefahrenen Kilometer mit einem MILES Auto wird 1 Cent an eine lokale Charity-Organisation gespendet. Zu diesen gehören kleine, unabhängige soziale Einrichtungen der jeweiligen Stadt wie Kinderhilfswerke, Tafeln oder Integrationsförderprojekte. „Wir sind zwar ein Start-up und müssen auf jeden Cent gucken, aber hier wollen wir als Vorbild vorangehen – das machen wir aus innerer Überzeugung", so Timo Nührich. Ein weiterer kleiner Baustein zur Vision „Companion for a better life.“

Zwei Städte sind nicht genug

In anderthalb Jahren haben die MILES Gründer gleich zwei deutsche Großstädte erobert. Dass das nicht das Ende der Fahnenstange sein soll, liegt nahe: „Klar, München, Köln, Düsseldorf – diese Städte sind für uns spannend. Wir planen den Rollout in weiteren deutschen Städten noch in diesem Jahr, auf lange Sicht auch die Expansion ins Ausland!"

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