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Mit Zusammenhalt und Zuversicht

Das Coronavirus hält nun bereits seit Wochen das ganze Land in Atem. Dennoch geht das Leben weiter und alle Tankstellenpartnerinnen und -partner sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen jeden Tag mit viel Engagement und Zuversicht dafür, die Versorgung weiterhin sicherzustellen.

Sie erleben die Pandemie in Ihrem Alltag hautnah. Stellvertretend für all die hervorragenden Teams an den Tankstellen lesen Sie hier wie zwei Partner die Situation erleben, wie sie die Krise für und mit ihren Kunden durchstehen – und trotz aller Herausforderungen positiv bleiben.

TOTAL Tankstelle Alsfeld 

 

„Nur zwei Ladungen Nuss-Nougat, vor ein paar Wochen haben wir noch zehn aufgetaut“, sagt Fadi Touma mit Sorge in der Stimme, während er sich auf seine Schicht am Autohof Pfefferhöhe in Alsfeld bei Gießen vorbereitet. Es ist sechs Uhr morgens. Normalerweise Zeit, um die Paletten mit süßem Frühstücksgebäck und andere Snacks für hungrige Durchreisende fertigzumachen. Doch der Arbeitsalltag hat sich für das Team am TOTAL Autohof wie für viele andere Unternehmen durch die „Corona-Krise“ verändert. Für Touma und seine Mitarbeiter kein Grund, Trübsal zu blasen: Den neuen Herausforderungen stellt sich das Team mit Zuversicht und Rücksichtnahme. Baguettes, Nuss-Nougat-Croissants und weitere frische Snacks bereiten sie jetzt auf Anfrage frisch für die Kunden vor, statt der Selbstbedienung am Kaffeeautomaten machen Touma und seine Mitarbeiter die Heißgetränke für die Gäste fertig und auch innerhalb des Teams haben sie neue Kommunikations- und Organisationswege gefunden. Gemeinsam gehen Sie die Herausforderungen an und sind sich sicher, dass es nach einer schwierigen Zeit auch wieder aufwärts geht.

 

„Wir leben hier von den Lkw-Fahrern, von den Außendienstlern, von den Leuten, die einfach mal von A nach B fahren“, erzählt Touma, der seit Beginn der Krise fast jeden Tag von 6 bis 14 Uhr zum Dienst antritt. Der Umsatz habe sich bereits halbiert. „Wir sind abhängig vom Reiseverkehr“, sagt er. Wenn niemand mehr in den Urlaub fahre, könne man sich die Konsequenzen fürs Geschäft leicht ausmalen.

 

Normalerweise wird Touma von drei Kollegen unterstützt. Mittlerweile ist es nur noch einer. „Fast alles, was wir den ganzen Tag über anbieten, fällt momentan aus“,berichtet Touma. Die Theke, die Süßwaren, die belegten Baguettes: Das alles fehlt. „Wir haben Angst, dass die Leute irgendwann gar nicht mehr rausgehen dürfen“,sagt er.

 

Seine Sorgen teilen aktuell Millionen Angestellte, Selbstständige und Unternehmer in Deutschland und auf der ganzen Welt. Einer von ihnen ist sein Kollege Peiman Zahedi, Mehrfachbetreiber zweier TOTAL Tankstellen, eine in Hamburg-Barmbek und eine in Hamburg Uhlenhorst. Auch bei ihm sind die Umsätze zurückgegangen. Hinzu kommen bei Zahedi Personalprobleme. „Weil die Kitas und Schulen geschlossen sind, können einige meiner Mitarbeiter nicht mehr arbeiten, da sie keine Betreuung für ihre Kinder finden“, berichtet Zahedi.

 

Neben den Herausforderungen in Sachen Personal mussten sich Touma und Zahedi zudem auf vollkommen neue Abläufe am Arbeitsplatz einstellen. An jenem Ort, den sie im Normalfall wie die eigene Westentasche kennen, wurden sie auf einmal vor völlig neue Herausforderungen gestellt. Dienstleistungsbetriebe wie TOTAL Tankstellen müssen während der Pandemie die sogenannten „Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen“ einhalten. Plötzlich gehören vermehrt Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe zum Alltag. Kunden werden nun nur noch durch eine Plexiglaswand bedient. „Viele haben am Anfang erstaunt geschaut, aber mittlerweile ist das ja schon Alltag“, sagt Zahedi. Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme zum Schutze aller stehen bei ihm und Touma an erster Stelle. 

Gemeinsam_Tankstelle
Tankstelle_Abstand_halten

Auch in Hessen wurden Plexiglasscheiben als Spuckschutz installiert. „Wir haben drei Kassen, die nebeneinander sind. Da muss der Abstand zwischen den Mitarbeitern eingehalten werden“, erklärt der Teamleiter. Außerdem gibt es nun vor den Kassen Abstandsmarkierungen aus Klebeband, damit die Kunden nicht zu nah beieinanderstehen. Trotz dieses neuen Alltags versucht sein Team alles, um den Kunden den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten und alle Services im Rahmen des Möglichen weiter anzubieten.

 

„Die Stimmung in unserem Team ist trotz der Krise richtig gut“, erzählt Touma. Der Zusammenhalt sei sogar gewachsen. „Wir sind füreinander da“, sagt Touma. Gleichzeitig ist er sich sicher, dass die Situation nicht für immer so bleiben wird. Bis der Normalzustand wiederhergestellt ist, handelt sein Team verantwortungsvoll und mit Rücksichtnahme. Beim Schichtwechsel warten die Mitarbeiter so lange im Aufenthaltsraum, bis die Vorgänger den Kassenbereich verlassen haben und das „Go“ geben. Die Kommunikation läuft mittlerweile nur noch über Telefon und WhatsApp. „Persönliche Gespräche gibt es quasi nicht mehr“, erzählt Touma. Dass sein Team gerade in solch schwierigen Situationen zusammenhält, schätzt er ganz besonders an seinen Mitarbeitern.

 

Damit sich im Fall der Fälle nicht das komplette Team infiziert, hat Touma ein neues Schichtsystem entwickelt: „Wir haben uns so arrangiert, dass wir immer ein Team von drei Leuten haben, das zu Hause bleibt. So haben wir stets ein komplettes Team in der Hinterhand.“ Dass einige Teammitglieder zunächst zu Hause bleiben müssen, um im Notfall einsatzbereit zu sein, sei auf großes Verständnis gestoßen. Und auch die Kunden zahlen es den Angestellten mit verständnisvollem Verhalten zurück.

 

In Hamburg, bei Peiman Zahedi, sieht es ganz ähnlich aus. Trotz erschwerter Arbeitsbedingungen bleibt sein Team positiv. „Die Stimmung ist gut, meine Leute sind vorsichtig, entspannt und hoffnungsfroh, dass sich das alles wieder zum Guten wendet“, erzählt er. Der hoffnungsvolle Blick in die Zukunft liegt unter anderem auch an der Treue der Stammkundschaft, die trotz Krise weiter vorbeikommt und sich das Essen einfach mit nach Hause nimmt.

bonjour 97 TOTAL Tankstelle

Während sich viele Waren weniger verkaufen, ist ein Artikel allerdings ganz besonders begehrt. „Aktuell habe ich keine einzige Packung Klopapier mehr“, erzählt Zahedi lachend. Auch bei vielen Grundnahrungsmitteln habe er aufgestockt: „Wasser, Konserven, was man so zum Leben braucht.“ Eigenartige Kundenwünsche, die das Team sonst immer zu erfüllen versucht, kann er derzeit leider nicht mehr realisieren.

„Vor ein paar Tagen kam ein Kunde mit einem Fünf-Kilo-Sack an leeren Batterien“, erzählt Zahedi schmunzelnd. „Den konnten wir leider nicht annehmen, obwohl wir das normalerweise machen. Ob Tragetasche oder To-Go-Becher: Zahedi und seine Kollegen versuchen derzeit, den direkten Kontakt zu ihren Kunden zu minimieren.

In diesen schwierigen Tagen stehen Zahedi und Touma auch mit den Bezirksleitern von TOTAL in engem Kontakt. „Die müssen ja schließlich auch wissen, wie es aktuell bei uns läuft“, berichtet Touma und ergänzt: „Außerdem ist man so in der Krise nicht allein.“ Für Touma bedeutet die Partnerschaft mit TOTAL, auch in schlechten Zeiten zueinander zu stehen. Gerade in der Krise zeige sich doch, ob man aufeinander zählen könne, findet Touma und blickt sehnsuchtsvoll an die Bistrotheke.

Auf die Wiederaufnahme des kulinarischen Glanzstückes des Autohofs Pfefferhöhe freut er sich besonders. „Wir kochen hier alles frisch vor Ort, dafür sind wir bekannt.“ Schon freut er sich auf den Tag, an dem die Stuhlreihen des Bistros wieder gefüllt sind – mit Kunden, die ihr Essen und ihre Pause abseits der Autobahn genießen und für die er auf einen kurzen Plausch an den Tischen halt machen kann.

In der Zwischenzeit bleibt nur die Option, Brummi-Fahrer und andere Helfer als Trost und Dank für ihre Leistung in diesen schwierigen Zeiten mit einem Gratiskaffee etwas aufzumuntern.